Termine und Veranstaltungen

30. Januar 2019 | Menschenrechte in Bedrängnis - Ein Vortrag mit Urs M. Fiechtner

Stadthalle Memmingen
Beginn: 19:30 Uhr

 

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Regierungen, die von autoritären politischen oder religiösen Dogmen geleitet werden, um 30 % gestiegen. Von Jahr zu Jahr wird die Pressefreiheit in mehr und mehr Ländern der Welt eingeschränkt. Auch der Spielraum für die Organisationen der Zivilgesellschaft wird immer kleiner - in über 50 Ländern gibt es inzwischen sog. „Agentengesetze“ gegen humanitäre Hilfsorganisationen, Menschenrechtsgruppen oder Stiftungen. Sogar in einigen Ländern der Europäischen Union nehmen rechte Bewegungen und Menschenrechtsverletzungen zu.

Während bis in die 90er Jahre der Eindruck herrschte, dass sich in immer mehr Staaten ein immer besserer Schutz der Menschenrechte durchsetzen würde, scheint sich mit Beginn des neuen Jahrhunderts die Entwicklung umgedreht zu haben: immer neue Krisenherde, Kriege und instabile Staaten bedrohen die Menschenrechte und schränken die Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft ein.

Wie kann man sich dieser Entwicklung entgegen stemmen ?  Was kann man praktisch und handfest unternehmen, auch in der eigenen Stadt ? - Darüber berichtet der Schriftsteller und Menschenrechtsexperte Urs M. Fiechtner, der sich seit Jahrzehnten für zivilgesellschaftliches Engagement einsetzt.  


21. Februar 2019 | Von der Flüchtlingskrise zur fundamentalen Menschenrechtskrise

Gasthaus zum Hirsch Langestr. 17, Riedlingen
Beginn: 19:30 Uhr

Im Gespräch mit Urs M. Fiechtner, Amnesty Ulm
Thema: Von der Flüchtlingskrise zur fundamentalen Menschenrechtskrise


„Die Abschreckung, die Ablehnung und Abwehr, die sprachliche und politische
Umwandlung von Menschen in Zahlen und Statistikgrößen, die Entwicklung eines
kollektiven europäischen Asylverweigerungssystems, der Aufbau von Orten des Elends und
der Entrechtung, die Pakte mit diktatorischen Machthabern und autoritären Regimes, die
sich freikaufen von Kritik oder Sanktionen für ihre Verbrechen, all das zeigt sich als
Abgesang auf die sonst so oft beschworenen europäischen Werte: auf Menschenrechte,
Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit. In diesem Rahmen erleben wir keine
„Flüchtlingskrise“, sondern eine fundamentale Menschenrechtskrise.“
Ulmer/Neu-Ulmer Erklärung für eine menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik
in Deutschland und Europa