Termine und Veranstaltungen

15. Oktober 2018 | Menschenrechte in Bedrängnis

Deggingen, Bürgerzentrum Bahnhofstr 9
Beginn: 19:00 Uhr

Während bis in die 90er Jahre der Eindruck herrschte, dass sich in immer mehr Staaten ein immer besserer Schutz der Menschenrechte durchsetzen würde, scheint sich mit Beginn des neuen Jahrhunderts die Entwicklung umgedreht zu haben: immer neue Krisenherde, Kriege und instabile Staaten bedrohen die Menschenrechte und schränken die Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft ein.   Der Referent Urs M. Fiechtner ist ein bekannter Schriftsteller, der seit den 70er Jahren Menschenrechtsthemen aufgreift; gleichzeitig arbeitet er auch in Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und dem Ulmer Behandlungszentrum für Folteropfer mit.

 

23. Oktober 2018 | Diktatoren als Türsteher Europas – Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert

Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm
Beginn: 18:30 Uhr
Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Bei all dem arbeitet die Union mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, erhält dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zur neuen europäischen Afrikapolitik. An diesem Abend stellen sie ihre Ergebnisse vor. Christian Jakob ist seit 2006 Redakteur der tageszeitung (taz). Für seine Bericht-erstattung zur Asylpolitik wurde er 2015 für den Journalistenpreis „Der lange Atem“ nominiert. 2016 erschien sein Buch „Die Bleibenden“, eine Geschichte der Flüchtlings-bewegung in Deutschland. Simone Schlindwein war von 2006 bis 2008 Moskau-Korrespondentin des Spiegel. Seit 2008 lebt sie in Uganda und arbeitet als Korrespondentin der taz für die Region der Großen Seen: DR Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Südsudan.

Veranstalter: Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit Amnesty International Ulm/Neu-Ulm, Bündnis Menschenrechtsbildung e. V., Verein Ulmer Weltladen e. V., Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V. und Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e. V.

26. Oktober 2018 | Flucht und Trauma - Zwischen Abschreckungspolitik und Willkommenskultur. Vortrag mit Urs M. Fiechtner

VHS Deggingen, Bürgerzentrum Bahnhofstrasse
Beginn: 19:00 Uhr

 Nur ein Bruchteil der weltweit etwa 68 Millionen Flüchtlinge strebt nach Europa – dennoch zeigen sich einige Länder der Europäischen Union überfordert. Der Vortrag informiert vor dem Hintergrund der internationalen Rechtslage sachlich über die Fakten rund um Fluchtursachen, Herkunftsländer, Fluchtziele, Fluchtwege und die Zusammensetzung der Flüchtlingsgruppen sowie über die Aufnahmebedingungen und die aktuellen Verfahren der Europäischen und Deutschen Flüchtlingspolitik.
Der Referent Urs M. Fiechtner ist ein bekannter Schriftsteller, der seit den 70er Jahren Menschenrechtsthemen aufgreift; gleichzeitig arbeitet er auch in Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und dem Ulmer Behandlungszentrum für Folteropfer mit.

 

4. November 2018 | Menschenrechte auf dem Rückzug - Auf dem Weg in eine neue Epoche der Unfreiheit

Bildungszentrum Waldshut
Beginn: 17:00 Uhr

Die Zahl der offenen Diktaturen ist in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden, die Zahl der autoritären Regime hinter scheinbar demokratischen Kulissen - auch "Demokraturen" genannt - nimmt hingegen weiter zu. Von Jahr zu Jahr wird die Pressefreiheit in mehr und mehr Ländern der Welt eingeschränkt - der Spielraum für Organisationen der Zivilgesellschaft wird immer kleiner. Der Beitrag (mit anschl. Diskussion) beleuchtet die Situation der Menschenrechte auch angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa. Referent: Urs Fiechtner, Ulm. Autor, Menschenrechtsaktivist, Referent in der Erwachsenenbildung

 

7. November 2018 | Gibt es Grenzen der Toleranz ? - Die Auseinandersetzung um kulturelle Identität und Integration. Ein Abend mit Urs M. Fiechtner

Volkshochschule Calw
Beginn: 19:30 Uhr

In vielen Ländern Europas nehmen kulturelle Konflikte zwischen Migranten und der einheimischen Bevölkerung zu, zahllose Diskussionen entzünden sich rund um Stichworte wie Kopftuchverbot, Zwangsheirat, Ehrenmorde, Religionsfreiheit, Ghettoisierung, Minarettverbote, Überfremdung ... Der Vortrag beleuchtet aus der Sicht der Menschenrechtserklärung und des Grundgesetzes die Fragen des Umgangs mit den Rechten auf kulturelle Identität und auf Freiheit der Religionsausübung.
Urs Fiechtner ist Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist. Viele seiner Bücher behandeln Themen rund um die Menschenrechte, mit denen er sich nicht nur als Autor beschäftigt, sondern auch als Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen oder Berater von Menschenrechtsprojekten wie z.B. Behandlungszentren für Folteropfer. Bei Amnesty International ist er seit 1970 in vielen verschiedenen Funktionen engagiert und kennt das Innenleben der Organisation wie wenig andere.

14. November 2018 | Venezuela und die Menschenrechte

Volkshochschule Calw
Beginn: 19:30 Uhr

Trotz seines Reichtums an Rohstoffen (Öl, Eisenerz) ist die wirtschaftliche Lage Venezuelas extrem kritisch. Der Ansatz des "Sozialismus des 21. Jahrhunderts", der von dem verstorbenen exzentrischen Präsidenten Hugo Chavéz propagiert wurde, hat zu einer sehr schwierigen innenpolitischen Lage geführt. Die Versorgungslage der Bevölkerung, sowohl was die Ernährung als auch die Gesundheitsfürsorge angeht, ist mittlerweile in hohem Maße angespannt; zudem herrscht auch unter Chavéz' Nachfolger Maduro innenpolitische Repression mit Verfolgung Oppositioneller und Missachtung von Menschenrechten. International ist das Land derzeit weitgehend isoliert. In diesem Vortrag soll untersucht werden, wie Venezuela in diese anhaltende Staatskrise geraten konnte und welche möglichen Auswege es geben könnte.
Urs Fiechtner ist Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist. Aufgewachsen ist er in Lateinamerika unter alten Nazis und späteren Putschisten und hat sich viele Jahre intensiv mit der Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas befasst. Viele seiner Bücher behandeln Themen rund um die Menschenrechte, mit denen er sich nicht nur als Autor beschäftigt, sondern auch als Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen oder Berater von Menschenrechtsprojekten wie z.B. Behandlungszentren für Folteropfer. Bei Amnesty International ist er seit 1970 in vielen verschiedenen Funktionen engagiert.

15. November 2018 | Verteidigung der Menschenwürde: Die Versorgung von Folter- und Gewaltüberlebenden in Deutschland

Göttingen, Universität, Hörsaal ZHG 002
Beginn: 18:00 Uhr

 

Etwa 40 Prozent der Flüchtlinge in Europa sind Folterüberlebende oder wurden durch andere Formen der Gewalt, etwa als zivile Opfer von Kriegen, schwer traumatisiert. Hinzu kommen Menschen, die als politische Gefangene in den Gefängnissen der DDR misshandelt worden sind.

Das deutsche Gesundheitssystem war und ist auf Opfer staatlicher Gewalt seit jeher unzureichend vorbereitet, oftmals wird eine Versorgung sogar verweigert. Daher mussten Menschenrechtsorganisationen und Bürgerinitiativen einspringen, um in bisher rund 40 Städten Psychosoziale Zentren für die Therapie von Folter- und Gewaltüberlebenden zu gründen.

Der Referent Urs M. Fiechtner ist Schriftsteller und publiziert seit den 70'er Jahren über Menschenrechtsthemen. Er gehört zu den Gründern des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer und Gewalttraumatisierte, das sich bundesweit ein hohes Renommee erworben hat und als vorbildhaft für das Entstehen regionaler Menschenrechtsprojekte gilt.

18. November 2018 | Geschichte und Gegenwart der Menschenrechte

Museum Laupheim
Beginn: 14:00 Uhr

Im Rahmen der Sonderausstellung  "Achtung Menschenrechte"  wird der renommierte Schriftsteller Urs M. Fiechtner über die aktuelle Lage der Menschenrechte sprechen und mit Ihnen diskutieren. Fiechtner kennt die Situation aus eigener Anschauung: seit 1970 engagiert er sich bei Amnesty International und gehört  zu den Gründern des Ulmer behandlungszentrums für Folteropfer sowie der Stiftung Menschenrechtsbildung.

19. November 2018 | Lateinamerika: Indianische Zivilisationen jenseits der Klischees

VHS Landsberg am Lech, Rosarium
Beginn: 19:00 Uhr

Das Bild, das Europäer  von den indianischen Kulturen Nord-, Mittel- und Südamerikas haben, ist geprägt ist von den Klischees, die Europäer sich selbst gemacht haben  -  von den blutgierigen Heiden aus den Berichten eines Cortez oder Pizarro,  den hilflosen Opfern aus den Schriften von Bartolomé de las Casas, dem „Edlen Wilden“ von Rousseau, den Phantasiegestalten von Karl May bis hin zu zählebigen, touristisch-musealen Ausstellungsmotti wie dem „Gold der Inkas“.Das eigentliche Thema, nämlich die Entstehung von organisierten und hoch entwickelten Gesellschaften in der vollständigen Isolation von Asien und Europa   - und dabei dennoch mit gewissen Parallelen - geht dabei unter. Ein Überblick über indianische Zivilisation, Philosophie und Kultur. Der Referent ist Schriftsteller, Dozent und Menschenrechtsexperte bei Amnesty International

29. November 2018 | Menschenrechte auf dem Rückzug - Auf dem Weg in eine neue Epoche der Unfreiheit

Gedenkstätte KZ Osthofen / Worms
Beginn: 18:30 Uhr

Die Zahl der offenen Diktaturen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich kleiner geworden, die Zahl der autoritären Regime hinter scheinbar demokratischen Kulissen - auch „Demokraturen“ genannt- nimmt hingegen weiter zu. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Regierungen, die von autoritären politischen oder religiösen Dogmen geleitet werden, um 30 % gestiegen. Von Jahr zu Jahr wird die Pressefreiheit in mehr und mehr Ländern der Welt eingeschränkt. Auch der Spielraum für die Organisationen der Zivilgesellschaft wird immer kleiner - in über 50 Ländern gibt es inzwischen sog. „Agentengesetze“ gegen humanitäre Hilfsorganisationen, Menschenrechtsgruppen oder Stiftungen. Sogar in einigen Ländern der Europäischen Union nehmen rechte Bewegungen und Menschenrechtsverletzungen zu.

Referent ist der bekannte Schriftsteller und Menschenrechtsexperte von Amnesty International und dem Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm  Urs M. Fiechtner