AI News | Systematische Gewalt gegen Rohingya stoppen

18. Oktober 2017

Vergewaltigungen, Hinrichtungen und niedergebrannte Orte: Amnesty dokumentiert systematische, skrupellose und kalkulierte Gewalttaten durch myanmarische Sicherheitskräfte gegenüber Rohingya.

Die von Amnesty International ausgewerteten Augenzeugenberichte, Satellitenaufnahmen und -daten sowie Foto- und Videonachweise belegen: Hunderttausende Frauen, Männer und Kinder der ethnischen Gruppe der Rohingya sind Opfer eines großangelegten und systematischen Angriffs geworden, bei dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden. Mehr als 530.000 Männer, Frauen und Kinder der ethnischen Gruppe der Rohingya flohen aus dem Bundesstaat Rakhine im Norden Myanmars, um gezielten Angriffen der Sicherheitskräfte zu entkommen: Häuser wurden systematisch niedergebrannt, Menschen vergewaltigt und getötet.

"Die internationale Gemeinschaft muss dafür sorgen, dass diese rechtswidrige und verwerfliche Kampagne der ethnischen Säuberung keinen Erfolg hat. Hierzu muss die internationale Gemeinschaft Bangladesch dabei unterstützen, den dorthin geflohenen Rohingya sicheres Asyl unter angemessenen Bedingungen zu bieten. Außerdem muss Myanmar angehalten werden, das Recht auf freiwillige und würdevolle Rückkehr der Rohingya nach Myanmar zu respektieren. Darüber hinaus muss die internationale Gemeinschaft darauf dringen, dass Myanmar ein für allemal die systematische Diskriminierung der Rohingya beendet und etwas gegen die Ursachen unternimmt, die der aktuellen Notlage zugrunde liegen", sagt Tirana Hassan, Direktorin des Krisenreaktionsteams von Amnesty International.

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Amnesty Bericht