Theater

 


Fotos: Aufführungen vom Ulmer "Theater in der Westentasche" gemeinsam mit Amnesty-Mitgliedern.
© Roman Beloborodov / Nancy Calero

Es gibt eine ganze Reihe von Theaterstücken, in denen direkt oder auf Umwegen Menschenrechts – Probleme unserer Zeit angesprochen werden. Nur ein einziges Stück aber dreht sich sozusagen um das Original, also um die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, und bringt den gesamten Text der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ auf die Bühne. Auf den ersten Blick ist dies ein sehr seltsames Unterfangen - man kommt ja nicht so ohne weiteres auf die Idee, einem juristischen Text, noch dazu in seinem vollen Wortlaut, die tragende Rolle in einem Theaterstück zu geben...

In dem Theaterstück des Schriftstellers Urs M. Fiechtner, der seit den 70er Jahren konsequent und in immer wieder wechselnden Formen Themen rund um die Menschenrechte aufgreift, stellen sich die Menschenrechte dem Disput mit dem (autoritären) Staat - weil sie ja nicht allein die Rechte des Menschen sind, sondern eben auch die Pflichten des Staates und damit die Fesseln, die den Staat im Umgang mit seinen Bürgern zügeln. Somit wird hier, im Gegensatz zu anderen Stücken, das Thema nicht durch die Schilderung grausamer Menschenrechts-verletzungen behandelt, sondern gewissermaßen von seiner „hellen Seite“ aufgezogen und auf die Diskussion seines Kerns gebaut, also auf die Menschenrechte selbst - die sich hier Zug um Zug von einer Sammlung juristischer Grundsätze in ein rebellisches Manifest gegen die Unterdrückung verwandeln.

Das Stück ist vom Autor ausdrücklich als „Skelett“ oder Entwurf verfasst, der von Theatergruppen kreativ weiter entwickelt und nach deren Vorstellungen fertig gestellt werden soll: der Text kann ergänzt und um weitere Themen bereichert, neue Rollen können (und sollen) hinzugefügt werden. Tatsächlich sind aus der Textvorlage, die wir hier ungekürzt vorstellen, schon sehr variantenreiche Aufführungen entstanden: Schauspiele und Musicals, Schattenspiele, Revuen und manches mehr.

Wo der Aufwand einer eigenen Inszenierung zu groß erscheint, kann das Stück allerdings auch so wie es ist „vom Blatt gespielt“ werden, etwa als szenische Lesung. Für die Ergänzung mit Musik, die sich bei bisherigen Aufführungen sehr bewährt hat, können wir Musiker vermitteln. Der Autor ist bereit, bei der Einarbeitung zu helfen.

Das Stück haben wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags entnommen aus:
Reiner Engelmann / Urs M. Fiechtner (Hrsg)
 Frei und gleich geboren Ein Menschenrechte-Lesebuch
erschienen im cbt - Verlag (C. Bertelsmann Taschenbuch), 
München 2008, 288. S., € 7,95

Die Aufführungsrechte werden auf Anfrage schnell und unkompliziert vergeben. Bitte wenden Sie sich direkt an den Verlag cbt / Verlagsgruppe Random House.

Ansprechpartnerin: Frau Andrea Dahlke

Kontakt: Andrea.Dahlke[at]Randomhouse.de

Auf Wunsch unterstützt der Autor Theatergruppen gerne bei der Einarbeitung. Für die Vorstellung des Textes sowie für Workshops oder Diskussionen über das Theaterstück können Termine direkt mit dem Autor vereinbart werden.

Kontakt: autorengruppe79[at]gmx.de
Weitere Infos: www.autorengruppe79.de

Den Text des Bühnenstückes von Urs M. Fiechtner finden Sie hier zum Download als PDF-Datei.

 

 

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